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4. September 2026 · Koroneiki

Koroneiki und Mavrolia: zwei Sorten, zwei Charaktere

Beide wachsen am selben Berg, beide werden von Hand geerntet und innert Stunden kaltgepresst. Und doch könnten unsere zwei Öle kaum unterschiedlicher sein. Ein Sortenporträt.

Koroneiki und Mavrolia: zwei Sorten, zwei Charaktere

Wer zum ersten Mal vor unseren beiden Ölen steht, stellt fast immer dieselbe Frage: Was ist eigentlich der Unterschied? Die kurze Antwort: Agiá Koroneiki ist fruchtig und mild, Agiá Mavrolia intensiv und komplex. Die lange Antwort beginnt bei zwei sehr unterschiedlichen Oliven.

Koroneiki: die Königin Griechenlands

Die Koroneiki ist die bekannteste Olivensorte Griechenlands, und das aus gutem Grund. Die kleine, widerstandsfähige Olive liefert wenig Öl pro Frucht, dafür von aussergewöhnlicher Qualität: leuchtend goldgrün, mit Aromen von frisch geschnittenem Gras, grünen Blättern und Zitrusnoten.

Am Gaumen zeigt sie eine harmonische Balance aus Fruchtigkeit, feiner Bitterkeit und einem leicht pfeffrigen Abgang. Diese Schärfe ist kein Fehler, sondern ein Qualitätszeichen: Sie stammt von den Polyphenolen, den natürlichen Antioxidantien der Olive.

Mavrolia: die seltene Schwarze

Die Mavrolia ist eine Rarität. Ihre Früchte reifen zu einem tiefen Purpurschwarz, und ihr Öl trägt diese Tiefe im Geschmack: Aromen von reifen Tomaten, Artischocken und Nüssen, eine leicht salzige Note und ein langer, warmer Abgang.

Weil die Sorte selten ist und die Erträge klein sind, füllen wir die Mavrolia nur in limitierter Auflage ab. Jede Flasche stammt aus einer einzigen Ernte am Berg Agiá.

Was beide verbindet

So verschieden die beiden Öle schmecken, ihre Herkunft ist dieselbe: Beide Sorten wachsen in unseren Hainen auf 600 Metern über Meer in Metaxáda, Messinien. Beide werden von Hand geerntet, innert weniger Stunden mechanisch kaltgepresst und ohne Zwischenhandel in die Schweiz importiert. Und beide sind sortenrein: keine Mischungen, keine Zukäufe, ein Öl aus einer Olive.

Welches Öl für wen?

Eine einfache Faustregel: Die Koroneiki begleitet, die Mavrolia führt.

Die Koroneiki passt zu allem, was Frische verträgt: Salate, gedämpftes Gemüse, Fisch, ein Stück gutes Brot. Die Mavrolia entfaltet sich dort, wo kräftige Aromen zusammenkommen: grilliertes Fleisch, Hülsenfrüchte, würzige Dips.

Und wer sich nicht entscheiden kann: Viele unserer Kundinnen und Kunden haben beide in der Küche stehen. Genau dafür sind zwei Charaktere da.

Quellen

KoroneikiMavroliaSortenOlivenölVerkostung

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